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Ferrit-Magnete

Ferrit-Magnete sind wegen ihrer dunkelgrauen Farbe leicht zu erkennen. Im Gegensatz zu Neodym-Magneten benötigen sie wegen ihrem korrosionsbeständigen Material nämlich keine Beschichtung. In unserem Sortiment führen wir Ferrit-Magnete aus Strontium-Ferrit (SrFe), die allesamt axial magnetisiert sind. Bekannt sind Ferrit-Magnete auch als Rohmagnete, Hartferrit-Magnete, Keramikmagnete oder keramische Dauermagnete. Die Vorteile von Ferrit-Magneten auf einen Blick:
  • temperaturbeständig von -40 °C bis 250 °C
  • rostbeständig und somit ideal für den Außeneinsatz
  • kostengünstig
Scheibenmagnete Ferrit
Bis 100 mm Durchmesser
Quadermagnete Ferrit
Bis zu 4,1 kg Haftkraft
Ringmagnete Ferrit
Bis 100/60 mm Durchmesser

Eigenschaften von Ferrit-Magneten

Das Erkennungszeichen der Ferrit-Magnete ist ihre typische schwarze Farbe. Ferrit-Magnete kennt man vor allem von klassischen Tafelmagneten, die in Schulen, Büros und zuhause anzutreffen sind. Jedoch kommen Rohmagnete aus Ferrit aufgrund ihrer Eigenschaften auch in der Industrie zum Einsatz, da sie sich optimal zur Weiterverarbeitung eignen. Ferrit-Magnete sind bis zu 250 °C temperaturbeständig, während Neodym-Magnete ab 80 °C dauerhaft ihre Magnetisierung verlieren. Der Vorteil von Magneten aus Ferrit ist, dass die Magnete unter extremen Bedingungen lange halten und nicht anfällig für Chemikalien, Laugen und Salze sind. Deshalb kommen Ferrit-Magnete dort zum Einsatz, wo nicht eine hohe Magnetkraft eines Magneten wichtig ist, sondern vor allem dessen Dauerhaftigkeit. Magnete aus Ferrit gehören zu der Gruppe der Dauermagnete, auch Permanentmagnete genannt.
Ferrit-Magnete sind weltweit die am meisten produzierte Art von Magneten. Sie bestehen zum größten Teil aus keramischen Werkstoffen, weshalb die Magnete aus Ferrit auch als Keramikmagnete bekannt sind. Da ihre Herstellung sehr kostengünstig ist, werden keramische Dauermagnete bei Produkten und Anwendungen eingesetzt, die nach einem kostengünstigen Permanentmagneten verlangen. Dazu gehören etwa Lautsprecher, Mikrofone, Spielzeug oder gewisse Motoren, Pumpen und Magnetfilter.

Was ist der Unterschied zwischen weichmagnetischen Ferriten und hartmagnetischen Ferriten?

Es existieren zwei Arten von Ferrit, nämlich weichmagnetische Ferrite und hartmagnetische Ferrite. Der Unterschied liegt in der Höhe der Koerzitivfeldstärke. Weichmagnetische Ferrite verfügen über eine möglichst geringe Koerzitivfeldstärke, wohingegen hartmagnetische Ferrite eine möglichst hohe Koerzitivfeldstärke aufweisen. Vereinfacht gesagt gibt diese Kennzahl an, wie gut ein Magnet seine Magnetisierung behält, wenn er einem Gegenmagnetfeld ausgesetzt wird. Je höher diese Zahl ist, desto besser. Weichmagnetische Ferrite werden in der Elektrotechnik verwendet, hartmagnetische Ferrite hingegen beispielsweise in Lautsprechern oder Mikrofonen.

Der Herstellungsprozess von Ferrit-Magneten

Die Herstellung von Ferrit-Magneten ist ein komplexer Prozess, die Werkstoffe durchlaufen dabei viele Stationen. So funktioniert der Herstellungsprozess einfach erklärt:
  1. Die Ausgangsprodukte, dazu gehören Eisen-Sauerstoffverbindungen, wie Eisen(III)-oxid oder Hämatit, werden zu einem ganz feinen Pulver zermahlen.
  2. Dieses feine Pulver wird bei der sogenannten Kalzinierung auf 1000 °C erhitzt, danach mit Wasser und einem Binder vermischt und getrocknet. Dadurch wird das Gemisch wieder zu einem Pulver.
  3. Ist das Pulver trocken, wird es in die Form des Rohmagneten gepresst. In diesem Stadium sind die Rohlinge jedoch noch nicht magnetisch.
  4. Danach durchlaufen die Ferrit-Magnete einen Sinterprozess. Beim Sintern werden die Stoffe des zusammengepressten Pulvers durch Erwärmung miteinander verbunden oder verdichtet, was den Magneten kompakter werden lässt.
  5. Als nächster Schritt werden die Rohlinge geschliffen und poliert.
  6. Zum Abschluss werden die Ferrit-Magnete nun magnetisiert. Das muss man sich so vorstellen: Jedes feine Körnchen des Pulvers ist an sich schon magnetisch. Da deren Magnetfelder jedoch in willkürliche Richtungen wirken, lässt sich das Magnetfeld des Rohlings nicht konzentrieren. Ziel der Magnetisierung ist es deshalb, dass die Magnetkräfte schlussendlich alle in dieselbe Richtung wirken. Bei der Magnetisierung werden die Magnetkräfte der metallischen Stoffe mit Hilfe eines externen Magneten in die sogenannte Vorzugsorientierung gebracht. Detaillierte Informationen zu diesem Prozess finden Sie in unserem Magnetismus A-Z Glossar unter Magnetisierung. Die Ferrit-Magnete in unserem Sortiment sind anisotrop. Das heißt, die Magnete werden in eine vorgegebene Richtung magnetisiert. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer FAQ-Seite zum Thema Ist dieser Magnet isotrop oder anisotrop?.
  7. Damit sich die Magnetisierung nicht verflüchtigt, wird dieser Vorgang nochmals wiederholt.
  8. Nun sind die Ferrit-Magnete fertig zur weiteren Verarbeitung.

Weiterführende Informationen

In unserem FAQ-Bereich finden Sie noch mehr Zahlen und Fakten zu Ferrit-Magneten. Weiterführende Informationen zu den Eigenschaften von Ferrit, wie beispielsweise der Dichte oder dem elektrischen Widerstand, finden Sie im Bereich Materialeigenschaften von Ferrit. Einen ausführlichen Vergleich von Vor- und Nachteilen von Ferrit-Magneten und Neodym-Magneten gibt es in diesem Bereich: Soll ich einen Neodym-Magneten oder einen Ferrit-Magneten kaufen?

Ferrit-Magnete im Außenbereich

Die Rohmagnete aus Ferrit sind rostbeständig und somit ideal für den Außeneinsatz geeignet. Einzig die Töpfe der Ferrit-Topfmagnete in unserem Sortiment können mit der Zeit (Flug-)Rost ansetzen, was jedoch keinen Einfluss auf deren Haftkraft hat. In unseren Kundenprojekten finden Sie interessante Anwendungen mit Ferrit-Magneten im Außenbereich: